Professionelle Konfliktlösungen - Kompetenztraining für Mitarbeitende

Dass das Thema Konfliktlösung ein beständig relevantes und auch interessantes Thema für die Pädagogischen Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe ist, zeigt sich an der Seminarauswahl, die die Führungskräfte gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden festlegen.

Schon im Herbst 2015 besuchte Dr. Matthias Wolter, Leiter des Instituts für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining (I-GSK) erstmals die Mitarbeiter_innen der Backhaus Wohngruppen GmbH & Co. KG.

Damals arbeitete Dr. Wolter an insgesamt vier Tagen mit den Mitarbeiter_innen zu dem Thema „Professionelle Konfliktlösungen“ des I-GSK. Themenschwerpunkte waren die Selbstbehauptung und die Ich-Stärkung über Konfliktlösungen bis hin zur Anwendung von Deeskalationsstrategien. In diesem Seminar brachte Dr. Wolter den Mitarbeiter_innen der BKJH verschiedene Konflikttypen in Anlehnung an Dutschmann nahe. Diese verschiedenen Konflikttypen wurden anhand von Beispielen per Videosequenzen festgehalten und im Plenum analysiert.

Im Januar 2019 frischte Dr. Wolter nun das damals Erlernte in Kleingruppen wieder auf. Über sechs Tage referierte er vor jeweils zwei/drei Teams aus den Gruppenpädagogischen Einrichtungen der BKJH.

Angepasst an die pädagogischen Schwerpunkte der Wohngruppen wurden die einzelnen Fortbildungstage durch Dr. Matthias Wolter unterschiedlich gestaltet.
Themen waren unter anderem Konfliktlösungsstrategien, unterschiedliche Konflikttypen und die eigene Selbstreflexion.
Der Dozent arbeitete mit den Mitarbeiter_innen unserer Einrichtung die eigenen Anteile in Konflikten aus und stellte in diesem Zusammenhang das „Stresshormonfass“ vor.
Die Bedürfnispyramide nach Maslow brachte Herr Wolter anschaulich mit Eskalationen und Stress in Verbindung.

Für neue Mitarbeiter_innen lag der Fokus auf dem theoretischen Teil, der mit kleinen Rollenspielen verbildlicht wurde. Dr. Wolter legte Wert darauf, dass das pädagogische Fachpersonal einen sensiblen Blick auf folgende Themenschwerpunkte erhält:

-      was brauchen unsere jungen Menschen und ..

-      was brauche auch ICH als Mitarbeiter_in um erfolgreich in Kommunikation gehen zu können. Ausführlich wurde hier die Kommunikation über Ich-Botschaften besprochen.

Zum Abschluss der jeweiligen Seminartage stellte Dr. Wolter eine Mindmap Methode vor, die den pädagogischen Fachkräften helfen soll, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Zudem wurde an dieser Übersicht deutlich, wie die Anteile der Situation zu erfassen sind und welche Möglichkeiten es gibt, das Verhalten der jungen Menschen mit den eigenen Stärken oder Kompetenzen reduzieren zu können.

Die Mitarbeiter_innen aus den jeweiligen Teams bezeichneten die Seminarreihe als sehr gewinnbringend für ihre pädagogische Arbeit und waren sich einig, dass die Kombination aus Praxis und Theorie für die weitere Arbeit mit unseren jungen Menschen sehr hilfreich ist.

Im Zuge dessen, möchten wir uns bei Herrn Dr. Wolter für die gelungene Zusammenarbeit bedanken!